Bald nach der deutschen Teilung bildet sich auch im Ostteil des Landes eine Medienlandschaft, die natürlich strengstens zensiert und vom Staat kontrolliert wurden, Man ging zunächst unter dem Namen Deutsche Fernsehfunk auf Sendung und hatte den Anspruch, ein Programm für das ganze Deutschland zu machen – nur reichte die Sendemasten kaum über die Grenze hinaus. Später gab man dem Fernsehen den Namen Fernsehen der DDR. Ab 1969 gab es auch Sendungen in Farbe und einen zweiten TV-Kanal.

Das Fernsehen war im wesentlichen eine Propagandainstrument, die Nachrichten bestanden aus Verlautbarungen der Regierung. Politische Sendungen wie der Schwarze Kanal hetzten vor allem gegen Regimegegner und verbreiten Angst.

Allerdings bildete sich auch eine Unterhaltungsindustrie, die die Räum zwischen den staatlichen Verkündigungen füllte. Noch heute gibt es zwei Serien, die in der DDR begründet wurden und dort eine riesengroßen Erfolg hatten: Polizeiruf 110 und “Unser Sandmännchen”. Die Hauptnachrichtensendung war die Aktuelle Kamera, die bis 1990 sendete.

In der DDR versuchte man aber auch die Programme aus dem Westen, das sogenannte Westfernsehen, zu sehen. Technisch war das möglich weil man sich in der DDR dazu entschlossen hatte, anders als im Rest des Ostblocks, den gleiche Standard zu verwenden. Lediglich die Farbcodierung veränderte man, es wurde SECAM statt PAL benutzt. Das änderte aber wenig an der Beliebtheit des West-TV. Nur in Teilen Sachsen konnte es nicht empfangen werden, weshalb sich der Begriff “Tal der Ahnungslosen” bildete.

Es kam in der kurzen Zeit der politischen Wende zwischen 1989 und 1990 zu einer Liberalisierung, vor allem nach dem die alte Führungsriege abgetreten war. Eduard von Schnitzer vom Schwarzen Kanal wurde gefeuert, die Jugendsendung Elf 99 wurde kurze Zeit zum Kult.

Mit der deutschen Wiedervereinigung wurde aber das DDR-Fernsehen obsolet, zunächst wurde der Sendebetrieb eingestellt und 1990 auch die Anstalt selbst aufgelöst und abgewickelt. Die Aufgaben übernahmen dann die neuen Landesrundfunkanstalten, vor allem der RBB und der MDR.